Grüne Möbel? Lässt sich einrichten!


Längst schon achten wir bei Essen, Fashion und Beauty auf Nachhaltigkeit und Umweltfreundlichkeit. Doch beim Thema Möbel und Interior wird Qualität und Langlebigkeit in Deutschland gerne auf die lange Bank geschoben. Der Konsum an Möbeln wächst in westlichen Ländern durch IKEA & Co alle 10 Jahre um rund 150 %. Diese Billig-Möbel werden beim nächsten Umzug meist weggeworfen und verursachen einen riesigen Müllberg.

Wie Du stattdessen bei der Einrichtung zu Hause wertvolle Ressourcen schonst und mit welchen nachhaltigen Möglichkeiten Du Deine vier Wände aufpeppen kannst, erfährst Du hier.

Tipp 1: Muss es unbedingt ein neues Möbel sein?

Statt einem neuen Möbel, das unter zweifelhaften Bedingungen hergestellt wurde, kann eine gebrauchte Kommode oder ein Vintage-Teil vom Flohmarkt Dein Zuhause gleich noch wohnlicher machen. Eine alte Werkbank, die zu einem Schreibtisch umfunktioniert wurde oder ein abgeschliffenes und kreativ bemaltes Sideboard verleihen Deinem Eigenheim etwas Einzigartiges. Das Internet bietet hier jede Menge toller Upcycling-Tipps, wie sich gebrauchte Möbel aufhübschen lassen.

Tipp 2: Mit der Einrichtung Strom- und Heizkosten sparen

Platziere Deine Möbel mit ausreichend Abstand zu Heizkörpern - Das reduziert Deine Heizkosten. Durch eine Mehrfachsteckdose mit Schalter kannst Du ungenutzte Elektrogeräte mit einem Klick vom Stromnetz trennen und somit Strom sparen. Auch Zeitschaltuhren sind ein probates Mittel, um unnötigen Stromverbrauch zu vermeiden. Und wenn Du Deine Lampen und Leuchten auf LED umstellst, reduzierst Du Deine Stromkosten zusätzlich.

Tipp 3: Naturfaser statt Kunstfaser

Teppiche, Kissen, Sofadecken und Gardinen aus Bio-Baumwolle machen Dein Zuhause viel wohnlicher und nachhaltiger als Textilien aus Kunstfaser. Ein sehr langlebiger und nachhaltiger Rohstoff ist auch Bambus, der sich gut für Deko-Gegenstände und im Außenbereich eignet. Weitere nachhaltige Naturmaterialien, die jede Wohnung aufwerten, sind Leinen, Hanf, Stroh, Naturstein, Keramik, Sisal, Rattan und Kork.

Tipp 4: Massivholz statt Sperrholz

Möbel aus Spanplatten oder Sperrholz haben eine viel kürzere Lebenszeit als Massivholzmöbel. Bei Holzmöbeln solltest Du außerdem auf das FSC-Siegel achten, das für kontrollierte und nachhaltige Forstwirtschaft steht, aber leider auch keine 100%ige Nachhaltigkeit garantiert. Im Idealfall entscheidest Du Dich für Vollholzmöbel aus heimischen Hölzern wie Ahorn, Esche, Buche oder Eiche. Unbedingt vermeiden solltest Du jedoch Tropenhölzer wie Teak oder Bangkirai, die meist illegal in Ostasien geschlagen werden und sehr lange Transportwege zurücklegen. Hier findest Du eine Liste nachhaltiger Möbelhäuser.

Tipp 5: Achte auf Qualitätssiegel

Polstermöbel enthalten oft schädliche Stoffe, die dafür sorgen, dass ein Sofa wasserabweisend oder schwer brennbar ist. In Billigsofas aus China oder Osteuropa können außerdem giftige Chemikalien wie Pentachlorphenol, Schwermetalle und Formaldehyd stecken, die mit der Zeit in die Luft entweichen und für Kopfschmerzen und tränende Augen sorgen. Eine weitgehend schadstofffreie Polsterung garantieren die Gütesiegel „Blauer Engel“, „Goldenes M“, „LGA“ und „ÖkoControl“. Letzteres vergibt das strenge ÖkoControl-Siegel nur an Fachhändler ökologischer Möbel.

Tipp 6: Nachhaltigkeit beim Tapetenwechsel

Auch bei der Umgestaltung von Wänden ist zu beachten, dass viele Tapeten und Wandfarben PVC, Glasfasern, Schwermetallverbindungen, Formaldehyd, Polypropylen, Polyethylen, Lösungsmittel und Weichmacher wie CV, VC oder Vinyl enthalten können. Recycling- und Vliestapeten aus Papier ohne chemische Zusätze versprechen hingegen, wie auch das RAL-Siegel, hohe Umweltverträglichkeit. Wir empfehlen außerdem den Einsatz von Kalk, Leim, Kasein und Silikat, die allesamt eine gute Ökobilanz aufweisen. Hier findest du einen Überblick über Anbieter von Wandfarben ohne problematische Inhaltsstoffe.

Tipp 7: Mit Pflanzen für ein gutes Klima

Zimmerpflanzen werten Dein Zuhause nicht nur optisch auf, sondern filtern auch Schadstoffe und Chemikalien, die von Möbeln und Teppichen abgegeben werden, aus der Luft. Besonders immergrüne Grünlilie, Aloe Vera, Efeu und Chrysanthemen sorgen für ein gutes Klima und nehmen Stoffe wie Formaldehyd oder Benzol in sich auf.




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