Hoch die Tassen für Tee!

Ob Tee oder Kaffee, ist nicht nur eine Geschmacks-, sondern oft auch eine Glaubensfrage. Wenn auch mit klaren Vorteilen für die Kaffeebohne. Doch auch die Liebhaber:innen des aufgebrühten Teeblatts sind deutschlandweit stark vertreten und lassen sich jährlich und pro Kopf rund 28 Liter Tee schmecken. Tee punktet dabei im Vergleich zu Kaffee mit einer bis zu viermal besseren Ökobilanz. Worauf es beim nachhaltigen Teegenuss ankommt, erfährst Du hier.

Tipp 1: Vermeide Teebeutel

Nylon- und PET-Teebeutel geben laut einer Studie der McGill University in Montreal über 11 Milliarden Mikroplastik-Partikel und über 3 Milliarden Nanoplastik-Partikel ans Wasser ab. Somit schwimmen in Deiner morgendlichen Tasse Tee knapp 16 Mikrogramm Kunststoff (!). Mehr Plastik wurde bisher in keinem Lebensmittel gefunden. Bevor Dir jetzt entsetzt die Tasse aus der Hand fällt, sei jedoch gesagt, dass die meisten Teebeutel in Deutschland aus Papier bestehen und einen sehr geringen Kunststoffanteil haben. Einen genauen Überblick erhältst Du auf fairlis.de. Dort haben Hersteller auf die dringendsten Fragen zum Thema Mikroplastik geantwortet.

Tipp 2: Kaufe Tee aus fairem Handel

Herkömmlicher Tee stammt in der Regel von großen Plantagen, wo Ausbeutung und eine hohe Pestizidbelastung auf der Tagesordnung stehen. Wenn Du stattdessen verantwortungsvoll handeln möchtest, empfehlen wir Dir, fair gehandelten und gesunden Bio-Tee zu kaufen. Dabei fällt auch die Pestizidbelastung weitaus geringer aus. Achte am besten auf die Siegel „Bio“, „Fairtrade“ und „GEPA“. Tee mit gutem Gewissen genießt Du auch bei der Initiative „El Puente“. Die Non-Profit-Unternehmen konzentriert sich auf den Handel mit selbstverwalteten Kleinbäuer:innen-Kooperativen und Familienbetrieben und leistet an die Produzenten bis zu 100 % zinsfreie Vorfinanzierungen.

Tipp 3: Achte auf die Verpackung

Wie bei allen Lebensmitteln lohnt auch bei Tee die genaue Prüfung der Verpackung. Wird viel Plastik verwendet oder Papier/Holz aus FSC-zertifizierten Beständen? Ist der Tee in einer wiederverwendbaren Metalldose verpackt oder über und über in Verpackungsmaterialien gehüllt? Kunststoffe lassen sich oft leider nicht zur Gänze vermeiden, aber manche Hersteller garantieren die Verwendung von biologisch abbaubaren Materialien. Einen Hinweis dazu verrät Dir die Verpackung.

Tipp 4: Entscheide Dich für losen Tee im Teesieb

Durch den Genuss von losem Tee im wiederverwendbaren Teesieb vermeidest Du eine Menge Müll und vermeidest die Gefahr von Mikroplastik in Deiner Teetasse. Nahezu alle bekannten und relevanten Sorten und Geschmacksrichtungen gibt es bereits lose verpackt, dazu kommen viele weitere, die Du in Unverpackt-Läden kaufen kannst.

Tipp 5: Tee muss man richtig entsorgen

Der Tee selbst ist natürlich biologisch abbaubar, das Problem sind die Teebeutel. Auch wenn viele Hersteller behaupten, dass ihre Teebeutel über die Biotonne oder den Gartenkompost entsorgt werden können: Beutel aus Kunststofffasern bleiben lange bestehen. Beigemischte Nassfestigkeitsmittel sorgen dafür, dass Beutel im heißen Wasser nicht zerfallen. Per Definition sind das zwar keine Kunststoffe, aber dennoch ein synthetisches Polymer, das sich nicht rückstandslos zersetzt. Entsorgt über den Biomüll verursachen diese Stoffe in industriellen Kompostieranlagen die gleichen Probleme wie „echtes“ Plastik, müssen aufwendig abgesiebt werden und sind der Grund für hohe Zusatzkosten. Daher ist es ratsam, Teebeutel über den Restmüll zu entsorgen.



5 Ansichten0 Kommentare

Aktuelle Beiträge

Alle ansehen

Bereit für das nächste Level?

Dann hol Dir jetzt die Earenst App:

 

  1. Verpasse keine Tipps​

  2. Nimm Challenges an und sehe Deinen Impact

  3. Fordere Deine Freunde heraus

  4. Teste Dein Wissen mit kleinen Quizzes

Welcome_screen_version_2.png
GSA22_Gold_Winner.webp