Schoko ohne Schock genießen


Schokolade ist sehr beliebt und im Jahresdurchschnitt vernascht jede Deutsche und jeder Deutsche rund 11 Kilogramm von der Leckerei Nummer 1. Doch so süß Schokolade auch schmeckt, so bitter sind die Folgen für Umwelt, Klima und Menschenrechte. Denn wie kaum eine andere Pflanze verbraucht der anspruchsvolle Kakaobaum, der vorwiegend in äquatornahen Regionen wie der Elfenbeinküste, Ghana, Costa Rica und Indonesien wächst, Unmengen an Wasser. Für die Herstellung einer 100 Gramm-Tafel werden 1.700 Liter Wasser verbraucht. Das sind elf volle Badewannen! Und auch der Flächenbedarf von Kakao ist enorm, sodass für den Kakaoanbau große Flächen an Regenwald gerodet werden. Doch Schokolade kann man auch nachhaltig und fair genießen. Wie, erfährst Du hier.

Tipp 1: Tony’s Chocolonely

Neben den Schäden für die Umwelt rückt vor allem das Thema Kinderarbeit und Sklaverei die Schokoladenproduktion in ein schlechtes Licht. Alleine auf den 2,5 Millionen Kakaofarmen (!) in Ghana und der Elfenbeinküste arbeiten 1,56 Millionen Kinder, die neben der schweren und gefährlichen Arbeit bei der Ernte auch chemischen Pestiziden ausgesetzt sind. Dazu kommen mehr als 30.000 erwachsene Sklaven, die ohne Bezahlung zur Arbeit auf den Kakaoplantagen gezwungen werden. ***Tony’s Chocolonely*** hat sich zum Ziel gemacht, Schokolade 100 % frei von moderner Sklaverei zu machen. Durch die 5 Prinzipien *„Nachvollziehbare Bohnenherkunft“*, *„Höherer Preis“*, *„Selbstbestimmte Kakaofarmer:innen“*, *„Langfristige Partnerschaften“* und *„Höhere Qualität und Produktivität“* stellt *Tony’s Chocolonely* sicher, dass die Kakaofarmer:innen von ihrer Arbeit leben können und mehr verdienen als nur 78 Cent pro Tag.

Tipp 2: fairafric

Das Schokoladengeschäft ist ein Milliardenmarkt, bei dem die rund 14 Millionen Kakaobauern weltweit meist nur das Nachsehen haben. Das Start-up fairafric bekämpft diese Ungerechtigkeit und unterstützt lokale Kakaobauern, die unter schwersten Bedingungen arbeiten und oft nicht einmal bezahlt werden. Fairafric setzt sich dafür ein, die komplette Produktionsabwicklung im Herkunftsland durchzuführen. Das erhöht vor Ort die Nachfrage nach qualifizierten Arbeitskräften, garantiert faire Löhne und stärkt die lokale Wirtschaft. Durch dieses Engagement verbleiben pro Tafel Schokolade mindestens 50 Cent im Herkunftsland und es werden wirtschaftliche Strukturen aufgebaut, die es den Menschen ermöglichen, Ihre Lebensbedingungen zu verbessern.

Tipp 3: Nucao

Nucao ist der erste Schokoriegel für ein gutes Gewissen. Der Bio-Schokoriegel besteht aus Hanfsamen, Mandeln, Kokosblütennektar, Kakaobutter, Meersalz, Acerola und mindestens 70 % Kakao, der von peruanischen Bauern unter fairen Bedingungen und Agro-Forstwirtschaft angebaut und verarbeitet wurde. Selbstverständlich ist bei *Nucao* auch die Verpackung nachhaltig und setzt sich aus zertifizierter, plastikfreier und heim-kompostierbarer Zellulose und Papier zusammen. Darüber hinaus wird pro verkauften Riegel eine Mangrove auf Madagaskar gepflanzt. Mangroven sind echte CO2-Killer und binden viermal mehr Emissionen als jede andere Baumart.

Tipp 4: Zotter

Der österreichische Schokoladenhersteller Zotter begeistert nicht nur mit einer unglaublichen Sortenvielfalt, sondern setzt sich auch aktiv für faire Bio-Qualität ein. Als Mitglied der *World Fair Trade Organisation* (WFTO) steht das Unternehmen für die Werte „fairer Handel“, „faire Bezahlung“, „keine Kinderarbeit“, „Transparenz“ und „Rücksicht auf die Umwelt“. Zudem werden hier langfristige Handelsbeziehungen zu den Produzenten der Zutaten aufgebaut, die laufend kontrolliert werden.

## Tipp 5: Jokolade

TV-Star Joko Winterscheid hat sich mit seiner Schokomarke Jokolade ein ambitioniertes Ziel gesteckt: Er will schnellstmöglich 100 % sklavenfreie Schokolade etablieren. Als stolzer Partner von Tony’s Chocolonely, der transparentesten und fairsten Art, Kakao zu handeln, bezahlt Jokolade einen Aufpreis von rund 20 % auf den Kakao, wodurch die Bauern in den Anbaugebieten vor Ort in der Lage sind, ihren Lebensunterhalt zu verdienen.

## Tipp 6: Die Gute Bio-Schokolade

Die Gute Bio-Schokolade wird Dir schmecken. Denn mit einem Kauf von drei Tafeln der fair-getradeten Bio-Schokolade wird ein Baum gepflanzt und somit Gutes getan. Laut Alnatura wurden bereits 200.000 Bäume durch Die Gute Bio-Schokolade gepflanzt und viele weitere sollen folgen. Zusätzlich wird hier die Initiative „Planet-for-the-Planet“, die Schüler:innen weltweit zu Botschafter:innen für mehr Klimagerechtigkeit ausbildet, pro Schokoladentafel mit 33 Cent unterstützt.

## Tipp 7: Once upon a bean

Once upon a bean setzt sich für mehr Fairness und Transparenz in der Schokobranche ein und möchte Schokogenießer:innen mit Hersteller:innen verbinden. Dazu werden Projekte in Anbauregionen ins Leben gerufen, damit die Farmer:innen vor Ort für ihren köstlichen Rohkakao auch angemessen und fair bezahlt werden. Da sich viele „Bean-to-bar“ -Hersteller:innen außerdem stark dem Schutz der Regenwälder verpflichten, wird über Once upon a bean der Fokus auf eine nachhaltige Zusammenarbeit gelegt und ein Bewusstsein für mehr Umweltschutz, Sozialverträglichkeit und Nachhaltigkeit bei Schokolade geschaffen.



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