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ESG-Reporting

Aktualisiert: 1. Aug. 2023

Was man zur ESG-Berichterstattung wissen sollten


Unternehmen geben im Rahmen eines ESG-Reportings Informationen zur Nachhaltigkeit preis. Dies beinhaltet die Offenlegung der Auswirkungen des Unternehmens auf die Bereiche Umwelt, Gesellschaft und Unternehmensführung. Das Ziel besteht darin, Investoren und anderen Interessengruppen, insbesondere für ESG-Investitionen, eine solide Grundlage für fundierte Entscheidungen zu bieten. Bei der Erstellung eines ESG-Reportings werden sowohl quantitative als auch qualitative Informationen berücksichtigt.


Warum die ESG-Berichterstattung wichtiger wird


Unternehmen haben traditionell verschiedene Formen der Dokumentation und Berichterstattung verwendet. Der Geschäftsbericht fungiert beispielsweise als Kommunikationsmittel für den Geschäftserfolg. In den meisten Unternehmen ist er eine feste Größe und konzentriert sich auf Gewinne, Verluste und betriebswirtschaftliche Auswertungen. Neben diesen finanziellen Informationen gewinnen jedoch weitere nicht-finanzielle Aspekte, insbesondere die ESG-Kriterien, für Investoren und andere Interessengruppen zunehmend an Bedeutung.


Kunden, Mitarbeiter und die Gesellschaft insgesamt fordern heutzutage nachhaltiges Wachstum. Auch die Politik erkennt die Relevanz von nachhaltig wirtschaftenden Unternehmen an. In der Europäischen Union (EU) ist die ESG-Berichterstattung für bestimmte Unternehmen und Branchen bereits seit 2017 verpflichtend. Die politischen Akteure sind jedoch der Ansicht, dass der damalige Stand nicht mehr ausreichend ist. Daher werden bestehende Richtlinien und Verordnungen verschärft und neue ergänzt. Besondere Bedeutung haben beispielsweise die EU-Taxonomie, die Offenlegungsverordnung der Sustainable Finance Disclosure Regulation (SFDR) und die Corporate Social Responsibility (CSR)-Richtlinie. Diese Maßnahmen führen dazu, dass immer mehr Branchen und Unternehmen dazu verpflichtet sind, ein ESG-non-financial Reporting zu erstellen.


Was ist in einem ESG-Reporting enthalten?

Im ESG-Reporting soll der Inhalt darauf abzielen, wie die Aktivitäten eines Unternehmens sich auf die Umwelt, die Gesellschaft und die Mitarbeiter auswirken. Um diese Auswirkungen im Hinblick auf Chancen und Risiken zu berichten, sind sowohl qualitative Inhalte als auch quantitative Kennzahlen erforderlich. Diese ermöglichen eine Messung der unternehmerischen Leistung in Bezug auf ESG.

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In 5 Schritten zu Ihrem ESG Reporting

Die auferlegte Verpflichtung zur Erstellung eines ESG-Reports stellt viele Unternehmen vor eine große Herausforderung. Die Erstellung eines solchen Berichts erfordert Zeit und Aufwand und geschieht nicht von heute auf morgen. Darüber hinaus gibt es weitere Herausforderungen im Zusammenhang mit dem ESG-Reporting. Ein Beispiel hierfür ist, dass die Europäische Kommission keine klaren Vorgaben zur Erstellung des Berichts und den enthaltenen Informationen gemacht hat.


Trotz dieser Herausforderungen möchten wir Sie ermutigen, mit einer ESG-Analyse und der Erstellung eines Berichts zu beginnen. Aus diesem Grund haben wir ein Best-Practice-Beispiel für ein ESG-Reporting zusammengestellt.


1. Definieren Sie eine ESG-Strategie

Im ersten Schritt geht es hauptsächlich darum, die Frage zu beantworten, welche kurz- und langfristigen Nachhaltigkeitsziele Ihr Unternehmen verfolgt und wie Sie diese Ziele erreichen möchten. Basierend darauf entwickeln Sie Ihre ESG-Strategie und teilen sie intern mit den verschiedenen Teams und Abteilungen. Wie bei jeder Strategie ist es ratsam, diese regelmäßig zu überprüfen und bei Bedarf anzupassen.


2. Sammeln Sie ESG-Informationen

Beginnen Sie damit, alle vorhandenen internen ESG-relevanten Informationen zu sammeln. Gehen Sie auf alle internen Abteilungen zu und gegebenenfalls auch auf externe Parteien, die mit Ihrem Unternehmen zusammenarbeiten. Die gesammelten internen Daten bilden einen Teil der Datenbasis für Ihre ESG-Analyse. Dieser Teil kann durch den Kauf externer ESG-Daten von professionellen Datenanbietern ergänzt werden.


3. Definieren Sie konkrete ESG-Kriterien und KPIs

Nachdem Sie nun eine umfangreiche Menge an ESG-Informationen gesammelt haben, ist es wichtig zu beachten, dass diese Informationen allein noch keine Aussage über die Leistung Ihres Unternehmens im ESG-Bereich treffen. Als nächster Schritt besteht die Aufgabe darin, konkrete ESG-Kriterien und Leistungskennzahlen (KPIs) zu definieren, um Ihre ESG-Bemühungen messbar zu machen und somit vergleichbar zu gestalten.


4. Wählen Sie ein ESG-Framework

Nachdem Sie gültige KPIs berechnet haben, ist es im vierten Schritt wichtig, sich für ein oder mehrere ESG-Frameworks zu entscheiden, an denen Sie sich bei der Erstellung Ihrer ESG-Reportings orientieren können. Wie bereits erwähnt, gibt es (noch) keine allgemein gültigen Vorgaben für die Berichtserstellung, weshalb bestehende Frameworks eine wertvolle Hilfe darstellen. Bei der Entscheidung für oder gegen ein Framework sollten Sie vor allem berücksichtigen, welche Informationen Sie berichten möchten und an wen sie gerichtet sind. Doch keine Sorge: Es gibt im Grunde kein "falsches" Framework.


5. Erstellen Sie den ESG-Report

Nun ist es an der Zeit, Ihr ESG-Reporting tatsächlich zu erstellen. Hierbei können Ihnen professionelle ESG-Software und Tools behilflich sein.


Unsere Tipps für Ihr ESG-Reporting

Tipp 1: Veröffentlichen Sie Ihren ESG-Bericht separat von Ihrem Geschäftsbericht. Dadurch erhält er die ungeteilte Aufmerksamkeit Ihrer Stakeholder und der Öffentlichkeit.


Tipp 2: Sobald Ihr ESG-Reporting abgeschlossen ist, kommunizieren Sie transparent gegenüber Ihren verschiedenen Stakeholdern, wie es mit Ihrer Unternehmensstrategie in Einklang steht. Teilen Sie proaktiv die gewonnenen Erkenntnisse und informieren Sie regelmäßig über die Fortschritte, die Ihr Unternehmen im Bereich Nachhaltigkeit erzielt.


Warum auch ein freiwilliges ESG-Reporting sinnvoll sein kann

Obwohl Unternehmen (noch) nicht gesetzlich verpflichtet sind, ein ESG-Reporting zu erstellen, können sie dies dennoch freiwillig tun. Aber warum sollten sie den Aufwand betreiben? Eine ESG-Analyse durchführen, konkrete ESG-Kriterien festlegen, um die Nachhaltigkeitsleistung des Unternehmens messbar zu machen, und anschließend den Bericht erstellen – all das erfordert Zeit und Ressourcen. Dennoch sollten Unternehmen sich darüber im Klaren sein, dass die ESG-Berichterstattung zahlreiche Vorteile bietet. Ein ESG-Reporting kann sich, also auch ohne gesetzliche Verpflichtung, lohnen.


Unternehmensvorteile von ESG-Berichterstattung

Unabhängig davon, ob Ihr Unternehmen bereits von der Berichtspflicht betroffen ist oder nicht, bietet die Erstellung und Veröffentlichung eines ESG-Berichts in jedem Fall verschiedene Vorteile:

Externe Vorteile

  • Die Möglichkeit, Feedback zu den im ESG-Bericht dargelegten Programmen und Aktivitäten zu erhalten, ist gegeben.

  • Die Erstellung eines ESG-Berichts bietet zusätzliche Recherche- und Informationsmöglichkeiten für journalistische Berichterstattung.

  • Durch transparente Kommunikation wird die Loyalität verschiedener Stakeholder gegenüber dem Unternehmen gestärkt.

  • Die Umsetzung von ESG-Maßnahmen trägt zur Verbesserung der Unternehmensreputation bei.

  • Ein ESG-Bericht bietet zusätzliche Informationsmöglichkeiten für Investoren und Rating-Agenturen.

  • Die Erstellung eines ESG-Berichts bietet die Chance, den wahren Wert des Unternehmens darzustellen.

Interne Vorteile

  • Durch die Erstellung eines ESG-Berichts entsteht ein besseres Verständnis von Chancen und Risiken für die Unternehmensentwicklung.

  • Die Erstellung eines ESG-Berichts bietet die Möglichkeit, die Unternehmensstrategie frühzeitig anzupassen.

  • Durch die Erkennung von Effizienzsteigerungspotenzialen können dank eines ESG-Berichts Kosteneinsparungen erzielt werden.

  • Durch die Umsetzung von ESG-Maßnahmen wird die Bindung der Mitarbeiterschaft ans Unternehmen gestärkt.

  • Durch die Umsetzung von ESG-Maßnahmen wird die Arbeitgeberattraktivität, beispielsweise gegenüber Fachkräften, gesteigert.


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