So geht Ski Heil und Umwelt Heil


Tipp 1: Nachhaltig An- und Abreisen

Allein die An- und Abreise zu einem einwöchigen Skiurlaub verursacht bereits 75 % des gesamten CO2-Ausstoßes, während lediglich 5 bis 8 % auf Beschneiung, Skibetrieb und Hotel entfallen. Da gleichzeitig das öffentliche Transportangebot in Skidestinationen in Österreich und der Schweiz gut ausgebaut ist, macht es durchaus Sinn, nicht mit dem Pkw anzureisen. Auch von Fernreisen per Flugzeug nach Russland, Kanada oder die Pyrenäen ist aus ökologischer Sicht dringend abzuraten. Und: Je länger Dein Skiurlaub dauert, desto besser. Denn ein ausgedehnter Skitrip ist nicht nur schöner als ein Tagesausflug, sondern auch weitaus klimaschonender.

Tipp 2: Je höher, umso besser

Durch den Klimawandel müssen vor allem tiefer liegende Skigebiete unterhalb von 1.300 Metern mit Kunstschnee nachhelfen. Dies geschieht mit massivem technischen Aufwand. 50 % aller Skigebiete in der Schweiz sind auf künstliche Beschneiung angewiesen. In Österreich sind es 70 % und in Italien sogar 87 %. Kunstschnee verbraucht sehr viel Energie und Abermillionen Liter Wasser. Höher gelegene Skigebiete hingegen können auf Naturschnee zurückgreifen und verschlingen weitaus weniger Energie.

Tipp 3: Lieber klein als groß

Wie sieht ein nachhaltiges Skigebiet aus? Große Skigebiete haben zwar viele Pisten und Lifte zu bieten, doch dafür wurden meist ganze Wälder gerodet. Das heißt, dort fehlt der Wald als wichtiger Kohlenstoffspeicher und natürlicher Lebensraum für Tiere. Kleine und mittlere Skigebiete sind sogar noch klimaschonender, wenn sie auf eine künstliche Beschneiung verzichten. In den Alpen haben sich 23 Skigebiete zum Label „Alpine Pearls“ zusammengeschlossen, die sich durch eine gute Verkehrsanbindung, erneuerbare Energie und Konzepte für sanften Tourismus auszeichnen und nachhaltiges Skifahren möglich machen. Mehr unter: www.alpine-pearls.com

Tipp 4: Nachhaltig übernachten

In einem kleinen Familienbetrieb mit selbstgemachten Köstlichkeiten und herzlichen Gastgeber:innen fühlt man sich nicht nur besser aufgehoben als im Kettenhotel mit Massenabfertigung, sondern tut auch dem Klima etwas Gutes. Viele Unterkünfte in Skidestinationen verschreiben sich bereits aktiv der Abfallvermeidung, der Ressourcenschonung und dem Einsatz regenerativer Energien. Entscheide Dich daher für ein zertifiziertes Hotel oder eine Pension mit Öko-Siegel, wie das Deutsche Zertifikat Viabono, das Schweizer Label ibex fairstay, das österreichische Umweltzeichen oder die Blaue Schwalbe.

Tipp 5: Nachhaltig Equipment nutzen

Die richtige Ausrüstung ist ein entscheidender Teil, um umweltfreundlich Ski zu fahren. Skier, Skischuhe und Winterbekleidung verbrauchen bei der Herstellung sehr viel Energie und Ressourcen und produzieren bei der Entsorgung zahlreiche Schadstoffe und eine Menge Müll. Ein gut gepflegtes Equipment hält jedoch viele Jahre und kann lange genutzt werden. Da auch der Preis eine große Rolle spielt, lohnt es sich, gebrauchte Skier zu verkaufen bzw. bei der Auswahl auf gebrauchtes Equipment zurückzugreifen. Auf eBay, Vinted und anderen Secondhand-Plattformen findest Du sehr viel gut erhaltene Ausrüstung. Oder Du leihst Dir vor Ort die Ausrüstung aus. Das hat den Vorteil, dass Du bei der An- und Abreise weniger schleppen musst und gleichzeitig die neuesten Modelle fahren kannst.

Tipp 6: Bleib auf der Piste

Unkontrolliertes Tiefschneefahren ist ein großes Problem für das empfindliche ökologische Gleichgewicht der Gebirgsregionen. Dabei werden Tiere aufgeschreckt, in Alarmbereitschaft versetzt und zur Flucht getrieben, was gerade in der winterlichen Ruhephase böse Folgen mit sich bringen kann. Indem Du auf den markierten Routen bleibst, kannst Du das Skifahren genießen, ohne dabei die Umwelt zu stören. Davon abgesehen begibst Du Dich beim Verlassen der gesicherten Skipiste sehr schnell selbst in Gefahr. Stichwort: Gletscherspalte, Felssturz oder Lawine.

Tipp 7: Aprés Ski besser im Tal als am Berg

Deftiges Essen, Jagertee und Glühwein gehören zu jedem Skitag dazu. Aber wenn Du Dein „Aprés Ski-Menü“ im Tal genießt, tust Du der Umwelt etwas Gutes. Denn alles, was Du auf einer Skihütte konsumierst, muss auch dort hinaufgebracht werden, verbraucht viel Energie und verursacht Müll. Der Punsch wird Dir garantiert auch im Tal schmecken. Und abgesehen davon minimierst Du dadurch auch Dein Unfallrisiko.

Tipp 8: Probier mal eine Alternative

Wer den Carving-Ski gegen Langlaufskier tauscht, ist auf keinen Lift mehr angewiesen. Davon abgesehen werden wegen der Loipen keine Wälder gerodet und der Boden nicht so extrem verdichtet wie bei Skipisten. Viele Loipen werden ausschließlich in Naturschnee gespurt, wodurch die umweltschädlichen Schneekanonen ausbleiben. Auch Rodeln, Schneeschuhwandern und Eislaufen sind weitaus nachhaltigere, günstigere und ungefährlichere Sportalternativen als Skifahren auf der Piste.



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