Wie Du vegan die Welt rettest

In Deutschland ernähren sich rund 8 Millionen Menschen vegetarisch und weitere 1,3 Millionen leben zur Gänze vegan. Weltweit ist die Zahl der Vegetarier:innen und Veganer:innen bereits auf eine Milliarde gestiegen, mit starker Tendenz nach oben. Forscher der Oxford University haben herausgefunden, dass sich die globalen Treibhausgase drastisch reduzieren ließen, wenn wir alle auf Fleisch und tierische Produkte verzichten würden. Gleichzeitig könnten dadurch sehr viele Menschenleben gerettet werden. Doch welche Klimaauswirkungen hat eine vegane Ernährung genau? Die Antwort erfährst Du hier.

Tipp 1: Weniger Treibhausgase

Dass unsere Ernährung stark das Klima beeinflusst, wird kaum jemanden überraschen. Immerhin lassen sich rund ein Viertel aller CO2-Emissionen auf die globale Lebensmittelproduktion zurückführen. Doch bis zu 80 % dieser schädlichen Klimagase werden durch die Haltung von Nutztieren verursacht. Allein schon deshalb ist eine fleischlose Ernährung wesentlich gesünder für die Umwelt. Studien zufolge würde eine Welt voller Vegetarier:innen die globalen Treibhausgase um 63 % und eine vegane Welt gar um 70 % reduzieren. Und selbst die umweltschädlichste vegane Ernährung wäre noch bei Weitem besser für die Umwelt, als die CO2-neutralste omnivore (allesfressende) Versorgung mit Nahrungsmitteln.

Tipp 2: Schutz der Urwälder

Wer vegan lebt, schützt die Urwälder und „Grünen Lungen“ der Erde. Diese empfindlichen Ökosysteme spielen eine wesentliche Rolle für das weltweite Klima, da Sie CO2 binden, Sauerstoff freisetzen und einen natürlichen Lebensraum für unzählige Tier- und Pflanzenarten darstellen. Der wachsende Appetit der Menschheit auf Fleisch- und Milchprodukte „frisst“ sich immer tiefer in diese sensiblen Bereiche, die als Anbau- und Futterflächen für Nutztiere zunehmend zweckentfremdet werden. Doch der Prozess der Nahrungsmittel-Beschaffung auf ehemaligem Urwaldboden ist sehr ineffizient, da nur ein Bruchteil des Futters für die Produktion von Lebensmittel verwendet wird. Der Großteil wird von den Tieren einfach ausgeschieden und geht als Wärme und Gülle verloren. Schätzungen zufolge bräuchte es nur 10-20 % der heutigen Anbauflächen für die Erzeugung von Lebensmitteln.

Tipp 3: Geringerer Ressourcenverbrauch

Vegane Ernährung reduziert nicht nur die Anbauflächen für die Nahrungsmittelproduktion, sondern führt auch zu einer weitaus effizienteren Nutzung von Ressourcen. Allein der Verbrauch von Wasser liegt bei der Erzeugung von Tierprodukten oft um das 100- bis 1.000-fache über der Produktion von pflanzlichen Nahrungsmitteln. Das zeigt vor allem das Beispiel Rindfleisch, wo für ein Kilo unfassbare 15.000 Liter Wasser verbraucht werden. Ein Kilo Kartoffel benötigt hingegen nur etwa 100 Liter Wasser. Ein Grund mehr, der für einen veganen Lebensstil spricht.

Tipp 4: Die Umweltbelastung reduzieren

Nutztiere benötigen riesige Mengen an Futtermittel und die Produktion dieses Futters ist längst zu einer enormen zusätzlichen Bedrohung des ökologischen Gleichgewichts der Erde geworden. Die geringen Standards für die Futtermittelherstellung ziehen große Umweltbelastungen nach sich, da unerwünschte Pflanzen und Tiere großflächig mit chemischen Mitteln bekämpft werden. Das Versprühen von Pestiziden hat dabei nicht nur Folgen für die unmittelbare Pflanzen- und Tierwelt in den Anbaugebieten, sondern auch für die Menschen vor Ort, wo es regelmäßig zu Vergiftungen des Grundwassers und Krebserkrankungen in der Bevölkerung kommt.

Tipp 5: Vegan ist nicht immer ökologischer

Beim Umstieg auf ein veganes Leben sollte in jedem Fall mit viel Augenmaß vorgegangen werden. Denn wer sich bisher rein biologisch ernährt hat und nur wenige Tierprodukte konsumiert, kann bei einem Wechsel auf eine vegane, aber vorwiegend industriell verarbeiteten Ernährung seinen ökologischen Fußabdruck sogar verschlechtern. Deshalb hilft allein schon ein Verzicht auf Fleischprodukte, um das Klima zu verbessern.

Tipp 6: Wenn nicht vegan, dann bitte regenerativ.

Die einzige Landwirtschaftsform, die nicht nur klimaneutral ist, sondern positive Auswirkungen auf das Klima hat, ist die regenerative Landwirtschaft. Dabei wird durch geschickte landwirtschaftliche Maßnahmen und ein ganzheitliches Weidemanagement mehr Kohlendioxid im Boden gespeichert und die Bodenfruchtbarkeit gesteigert. Man arbeitet somit mit der Natur anstatt gegen sie wie im aktuellen industriellen Ernährungssystem. Für regenerative Landwirt:innen (Klimabauern) ist Bio Standard. Es kommen allerdings noch viele weitere Maßnahmen dazu, wie ein häufiger Fruchtwechsel, Zwischenfrüchte und ein ganzheitliches Weidemanagement. In der regenerativen Welt ist die Kuh auch kein Klimakiller, sondern spielt eine wichtige Rolle. Sie hält nämlich das Gras auf der Weide kurz, wodurch es wieder nachwächst und mehr CO₂ im Boden speichert. Die Exkremente der Kuh werden als Dünger genützt und im Winter erhalten die Weidetiere Heu und keinerlei klimaschädliches Kraftfutter. Doch regenerativ hin oder her: Wir alle sollten und müssen weniger tierische Produkte essen.



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